Bauberatung

Lieber beraten lassen!Photo: Wolf-Ulf Wulfrolf
Lieber beraten lassen!
Photo: Wolf-Ulf Wulfrolf

 

Der Kauf einer Wohnung ist für uns natürlich nichts Alltägliches. Auch wenn ich immer versuche, mich in ein Thema einzuarbeiten, bin ich nicht so vermessen zu glauben, dass wir ohne eine vernünftige Beratung einen Kaufvertrag oder eine Baubeschreibung beurteilen könnten. Daher nahmen wir verschiedene Beratungen in Anspruch.

Verbraucherzentrale Berlin

Zunächst nahmen wir die Bauberatung der Verbraucherzentrale Berlin in Anspruch. Die kostet 120 Euro und wird von einer Anwältin durchgeführt — anders als von uns erwartet findet also keine Prüfung der Baubeschreibung, sondern nur des Kaufvertrags und der Teilungserklärung statt.

Die Unterlagen schickt man der Anwältin zuvor zu, dann trifft man sich in der Verbraucherzentrale. Der Termin dauert — auch das war uns vorher nicht klar — eine Stunde. Das ist deutlich zu wenig Zeit.

Die Anwältin war zwar vorbereitet und hat uns auch (wie wir im Nachhinein festgestellt haben) die wichtigsten Dinge gesagt, allerdings wirkte sie dabei sehr gehetzt und ich hatte am Ende nicht das Gefühl, umfassend informiert zu sein.

Grundsätzlich war laut ihr der Kaufvertrag so in Ordnung. Neben diversen Detailfragen riet sie uns zu zwei grundsätzlichen Ergänzungen:

    • der Aufnahme eines pauschalierten Schadenersatzes bei Verzögerung der Fertigstellung
    • der Aufnahme von kostenfreien Rücktrittsmöglichkeiten vom Vertrag bei Fehlen einer Baugenehmigung sowie nicht begonnener Bautätigkeit zu einem bestimmten Termin

Grund für gerade den zweiten Grund waren ihre Skepsis wegen des frühen Stadiums des Projektes: Die Baugenehmigung ist noch nicht erteilt, die Fertigstellung wird zum 30.06.2015 garantiert — hier sollten Schutzklauseln eingefügt werden, falls irgend etwas bei der Genehmigung oder Finanzierung schief geht.

Fazit: Zwar war die Anwältin kompetent und hat auch die wichtigsten Dinge benannt, jedoch wäre das Geld besser angelegt gewesen, wenn wir sie direkt beauftragt hätten. Wäre zwar auch teurer geworden, aber wir wären mit einem besseren Gefühl aus der Beratung gegangen. Das Warten auf den termin und die Erkenntnis, dass wir danach noch weiteren Beratungsbedarf hatten, hat uns auch einfach Zeit gekostet.

Andere Beratungen

Den Kaufvertrag und die Teilungserklärung haben sich dann noch meine Schwester (arbeitet beim Amtsgericht in dem Bereich) und eine weitere Anwältin angesehen. Beide waren positiv überrascht vom Vertrag und hatten im Prinzip nichts daran auszusetzen — da hatten wir vorher bei anderen Kaufverträgen schon schlechtere Rückmeldungen bekommen und waren dementsprechend beruhigt.

Die Baubeschreibung haben wir von zwei befreundeten Architekten begutachten lassen. Auch bei diesen waren die Rückmeldungen positiv, und wir ließen nur Details klären — ob das reicht, können wir heute natürlich nicht sagen, das wird sich erst im Laufe der Bauphase zeigen.

Generell wird sich die Qualität der Beurteilungen natürlich erst im Laufe bzw. nach Ende der Bauphase erweisen — hoffen wir das Beste!

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