Anlauf 1: CityCubus Friedrichshain

Die Dolziger Str. Das Baugrundstück ist noch weiter rechts.Photo by judith74
Die Dolziger Str. Das Baugrundstück ist noch weiter rechts.
Photo: judith74

 

Gerade mit unserem Wunsch nach einer 5-Zimmer-Wohnung machten wir uns das Leben nicht leicht: Die meisten Alle Altbauten fielen wegen zu hohen Preisen oder unpraktischen Grundrissen weg, und auch die Neubauten hatten nie mehr als vier Zimmer — zumindest nicht in unserer Preisklasse.

Das änderte sich etwas mit dem CityCubus. Hierbei handelt es sich um einen Neubau in Friedrichshain-Nord in der Dolziger Str. Wir besuchten einfach mal den Container, in dem ein Verkäufer am Wochenende Beratungen anbot und nahmen uns einen Prospekt mit.

Nach einigem Überlegen hatten wir uns eine Wohnung ausgesucht, die sich in 5 Zimmer umwandeln ließ: Die Wohnung Nummer 17.

Nach unseren Plänen sollte sie in etwa so aussehen:

Zur Straße hin wollte ein weiteres, kleines Zimmer entstehen, dafür wollten wir die Wohnküche offener gestalten, indem wir die Wand zum Flur durchbrechen wollten.

Wir reservierten die Wohnung, zahlten die üblichen 1% Reservierungsgebühr (eine Erstattung wurde uns mündlich versprochen für den Fall, dass wir zurücktreten), bekamen die Vertragsunterlagen und arbeiteten diese durch.

Wir richteten uns schon mal im Kopf ein, überlegten hin und her, wie wir mit dem Platz haushalten würden und freuten uns, in unserem Kiez bleiben zu können.

Und dann haben wir das Ganze abgeblasen. Warum?

  • Die Wohnung kostete 346.000 Euro. Mit allen Gebühren währen das über 380.000 Euro gewesen. Das war zuviel. Wir hatten uns das schöngerechnet und überlegt, wie wir das hinkriegen, aber die bittere Wahrheit war: Wir konnten es uns nicht leisten. Auch nicht mit dem 10.000-Euro-Küchengutschein, der uns versprochen wurde.
  • Dafür, dass die Wohnung so teuer war, war sie zu viel Kompromiss. Das zusätzliche Zimmer zerstörte eigentlich die Lichtachse des Wohnzimmers. Es gab überhaupt keinen Eingangsbereich, wo sollen die Jacken, dreckigen Schuhe und sonstwas hin. Und wo wollten wir eigentlich unsere Möbel abstellen?

Wir taten uns mit dieser Entscheidung sehr schwer, denn gerade die Lage gefiel uns sehr. Heute bin ich dennoch sehr froh, dass wir uns nicht finanziell übernommen haben.

An diesem Beispiel sieht man sehr schön: Wenn man sich erst einmal auf eine Wohnung eingeschossen hat, redet man sich gern alle Probleme schön und sagt: “Wird schon hinhauen!” Es ist schwierig, sich einen Fehler einzugestehen und wieder Abstand zu nehmen.

Unsere Reservierungsgebühr haben wir übrigens zurück erhalten. Das war sehr fair von Matthias Halling, der für die Firma WNV den Verkauf leitete.

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Hinweis: Bei dieser Website handelt es sich um ein privates Blog. Wenn Sie nähere Informationen zum Bauprojekt "Komponistengärten" in Berlin Weißensee suchen, besuchen Sie bitte die offizielle Website der Komponistengärten oder wenden Sie sich an die Verkäufer der Strategis AG.