Die Vertragsverhandlungen

Diese Blätter entscheiden über Wohl und Wehe...
Diese Blätter entscheiden über Wohl und Wehe…

 

Nachdem relativ schnell klar war, dass wir mit den Komponistengärten die für uns perfekt passende Wohnung gefunden hatten, ging es an die Vertragsverhandlungen. Wir verhandelten dabei immer mit Christian Dietrich von Budiro — und ich möchte gleich einmal im Voraus sagen, dass er ein sehr angenehmer und netter Verhandlungspartner war.

Erste Kontaktaufnahme

Nachdem wir Budiro Ende August kontaktierten, wurden wir schnell von Herrn Dietrich zurückgerufen. Er stellte schon einmal einige Fragen zur Größe und der Preisklasse, um für uns schon einmal ein paar passende Vorschläge parat halten zu können. Wir verabredeten per Mail ein Treffen in den Geschäftsräumen von Budiro am 05. September und machten uns auf der Website mit den verschiedenen Optionen vertraut.

Erstes Gespräch

Wir trafen uns abends im Büro in der Zinnowitzer Straße und waren uns alle recht schnell über die passende Wohnung einig: Wohnung 2.02 im Erdgeschoss des Hauses 2 sollte es sein. Diese war von der Größe (112 m², 4/5 Zimmer), von der Lage (Erdgeschoss mit Terrassen, nächstes Haus nicht direkt gegenüber) und vom Preis (unter 300.000 Euro) wie für uns gemacht.

Wir bekamen per Mail Grundrisse, Ansichten, Baubeschreibung und Reservierungsvereinbarung zugeschickt, der Kaufvertrag sollte eine Woche später fertig sein und uns zugesandt werden.

Daran konnte man sehen, dass das Projekt noch ziemlich in den Kinderschuhen steckte: Der Kaufvertragsentwurf musste noch mit dem Notar ausgearbeitet werden, auch waren in den Grundrissen noch einige Fehler drin (so war unsere Nachbarwohnung eigentlich mit unserer identisch, im Plan aber als 3-Zimmer-Wohnung angegeben).

Wir waren uns aber einig: Das war unsere Wohnung. Wenn es jetzt nicht klappen würde, würden wir wohl Mieter bleiben, denn besser konnte es eigentlich nicht mehr kommen.

Showroom

Unsere nächste Verabredung führte uns am 22. September in den Showroom in der Gounodstraße, der gerade fertig gestellt worden war. Hier konnten wir schon einmal die verbauten Fliesen und Sanitärobjekte / Armaturen betrachten.

Aber es gab auch eine schlechte Nachricht: Wegen einer Änderung in den Geschossen über uns mussten auch die Versorgungsleitungen verlegt werden. Das bedeutete, dass auch unser Grundriss geändert wurde — und zwar katastrophal (siehe auch gesonderter Beitrag).

Herr Dietrich war sich mit uns einig, dass dieser Grundriss Mist war und versprach, noch einmal mit dem Architekten darüber zu reden.

Ein paar Tage später rief Herr Dietrich mich an: Der Grundriss wurde verbessert und war jetzt wieder sinnvoll zu nutzen.

Wir unterschrieben die Reservierungserklärung und überwiesen die üblichen 1% der Verkaufssumme.

Der Vertrag

Am 20. Oktober bekamen wir den Kaufvertrag und die Teilungserklärung zugesandt. Das war mit mehr als einem Monat Verspätung, und dass ist auch eine Sache, die ich an den Verhandlungen kritisieren würde: Es ist vollkommen okay, wenn Dinge noch nicht fertig sind, gerade in einem so frühen Stadium. Aber wir hatten inzwischen so oft “nächste Woche” gehört, dass ich erst einmal im Duden nachgucken musste, ob ich bisher vielleicht einfach eine völlig falsche Vorstellung dieses Begriffes hatte.

Nun mussten wir einen Termin mit der Verbraucherzentrale machen, das dauerte etwa zwei Wochen.

Ich guckte auch den Vertrag durch, ebenso meine Schwester, die beim Gericht für solche Sachen zuständig ist. Mir erschien der Vertrag gut, sehr ausführlich — auch wenn natürlich Sachen zu ergänzen waren.

Meine Schwester, die im Vertrag zum CityCubus mehrere Sachen kritisiert hatte, fand den Vertrag auch in Ordnung — das war erstmal eine Erleichterung!

Auch die Anwältin der Verbraucherzentrale fand den Vertrag erst einmal okay, auch wenn sie einige Anmerkungen hatte (z.B. Zahlung erst nach Fertigstellung des Gewerks, Vertragsstrafen bei Verzögerung, Rücktrittsrechte).

Da die Beratung der Verbraucherzentrale uns aber nicht ganz zufriedenstellte, ließen wir den Vertrag noch einmal über eine Anwältin meiner Schwiegereltern prüfen.

Die Baubeschreibung

Ähnlich wie beim Grundriss änderte sich auch die Baubeschreibung einige Male während der Verhandlungen. Hier muss ich anmerken, das wir darauf nie dediziert hingewiesen wurden, sondern dass ich (paranoid wie ich bin) immer die PDFs elektronisch miteinander verglichen habe (ein Hoch auf Computer!)

Dadurch fielen mir einige Änderungen auf, von denen viele uns nicht störten, einige aber schon. So wurden die Bedingungen zur Elektroinstallation irgendwann stark verändert, was für uns eine Verschlechterung darstellte.

Auch beim Schallschutz sah ich einige Probleme in der endgültigen Fassung.

Die Baubeschreibung zeigten wir einer befreundeten Architektin, die sich auch schon die Sachen vom CityCubus angesehen — und komplett auseinandergenommen hatte.

Wir fürchteten uns ein wenig vor ihrem Urteil. Das aber lautete: “eine kurze Rückmeldung nach erster Sichtung: Glückwunsch!” — Ein weiterer Stein fiel uns vom Herzen! Ein paar Anmerkungen hatte auch sie natürlich, aber ihr grundsätzlicher “Segen” beruhigte uns doch sehr.

Jetzt hatten wir jedenfalls einen umfangreichen Fragenkatalog, den ich mit Herrn Dietrich abarbeiten konnte. Ich schickte ihm die Fragen per Mail und wir verabredeten uns für den Samstagmorgen im Showroom.

Fragen und Antworten

Samstag war der 17.11.2012. In der Nacht davor hatte ich gearbeitet (und am Ende ein wenig (!) Bier getrunken), wenig geschlafen, dementsprechend fertig war ich. Keine guten Voraussetzungen. Nur soviel: Herr Dietrich sprach mich darauf an, ob ich mir denn Notizen machen wollte, oder ob ich mir alles merken könne.

Kurz: Ich kam rüber wie ein Vollprofi.

Dennoch klärten wir ruhig und gründlich die entstandenen Fragen. In fast allen Punkten (auch bei der Elektroinstallation) wurde auf unsere Kritik in unserem Sinne eingegangen, Änderungen im Vertrag aufgenommen.

Das Gespräch verlief also ausgesprochen erfreulich. Herr Dietrich wollte nun demnächst Nägel mit Köpfen machen und schlug einen Notartermin Anfang Dezember vor.

Die Unterzeichnung

Im Prinzip waren alle Dinge geklärt; aber aus diversen Gründen, die hier nicht ausgeführt werden sollen, klappte die Unterzeichnung erst Mitte/Ende Dezember. (Update: Der Fairness halber sei noch angefügt, dass die Ursachen für die Verzögerungen eher auf unserer Seite lagen.)

Puh. Jetzt muss das Ding nur noch gebaut werden.

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Hinweis: Bei dieser Website handelt es sich um ein privates Blog. Wenn Sie nähere Informationen zum Bauprojekt "Komponistengärten" in Berlin Weißensee suchen, besuchen Sie bitte die offizielle Website der Komponistengärten oder wenden Sie sich an die Verkäufer der Strategis AG.